Mo. Sep 26th, 2022

Neue Universumskarte enthüllt rund 300.000 nicht identifizierte Galaxien

Unsere Karte des Universums dehnt sich aus: Eine internationale Astronomengruppe hat gerade 300.000 nicht identifizierte Galaxien im Weltraum gefunden. Mehr als 200 Astronomen aus achtzehn Nationen veröffentlichten die erste Phase einer neuen Radio-Himmelsdurchmusterung mit dem LOFAR-Teleskop (Low Frequency Array), wie in einer Pressemitteilung des Niederländischen Instituts für Radioastronomie (ASTRON) heißt. Die Forscher, die ihre Entdeckungen in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlichten, gaben an, dass diese Entdeckung den Astronomen helfen könnte, mehr über die Physik der Schwarzen Löcher und die Entwicklung von Galaxiengruppen zu untersuchen.

Die Radioastronomie enthüllt die Prozesse des Universums, die der Mensch mit optischen Instrumenten nicht beobachten kann. Für diese Astronomiestudie untersuchte das LOFAR-Teleskop bei niedrigen Radiofrequenzen rund 25 % der nördlichen Hemisphäre. Ungefähr 10 % dieser Informationen sind öffentlich und zeigen 300.000 unbemerkte Lichtressourcen, die als entfernte Galaxien im Universum gelten.

Mithilfe des LOFAR-Teleskops in den Niederlanden identifizierten die Forscher „Jets“ sehr alter Strahlung, die beim Verschmelzen von Galaxien entsteht. Diese Hinweise, die Astronomen zuvor nicht identifiziert hatten, können eine Radioemission erzeugen, die Millionen von Lichtjahren umfasst. Nach diesen Untersuchungen verwendeten die Forscher einen Hochdurchsatz-Rechencluster und die vom LOFAR-Teleskop gesammelten Informationen, um ein hochwertiges Kartenbild zu erstellen.

In der Pressemitteilung erklärte Amanda Wilber von der Universität Hamburg: „Mit Radiountersuchungen können wir Strahlung aus dem undeutlichen Medium identifizieren, das zwischen Galaxien existiert. Die Strahlung wird durch Turbulenzen und energetische Erschütterungen erzeugt. LOFAR ermöglicht es uns, viele weitere dieser Ressourcen zu erkennen und zu verstehen, was sie antreibt.“

Ebenso fanden kürzlich Astronomen, die einen Kugelsternhaufen untersuchten, versehentlich eine weiter entfernte Galaxie dahinter. Die kleine Galaxie ist etwa 30 Millionen Lichtjahre entfernt und wird Bedin 1 genannt. Die Forscher entdeckten diese kleine Galaxie, während sie das Hubble-Weltraumteleskop nutzten, um den Kugelsternhaufen abzubilden.

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Von admin